Privatversicherungen Graz
Ich will nicht alles versichern – sondern das Richtige
Zehn Sparten, aber niemand braucht alle zehn. Die Frage ist nicht, welche Versicherungen es gibt, sondern welche Risiken mich wirklich treffen könnten – und welche davon ich nicht selbst tragen möchte. Hier finden Sie den Überblick, sortiert nach dem, was zuerst zählt.
Drei Bereiche
Die Reihenfolge ist kein Zufall. Was die Existenz bedroht, gehört zuerst abgesichert – nicht das, woran man zuerst denkt.
Warum getrennt
Privat ist nicht die kleine Ausgabe von gewerblich
Privat und gewerblich überschneiden sich in einigen Bereichen – die Anforderungen an den Versicherungsschutz sind es nicht. Als Privatperson stehe ich unter dem Schutz des Konsumentenschutzgesetzes: Rücktrittsrechte, Informationspflichten und Auslegungsregeln zu meinen Gunsten gelten hier, im gewerblichen Bereich nicht im selben Umfang.
Deshalb sind die Sparten getrennt aufgeführt. Was in einem Betrieb sinnvoll ist, muss es privat nicht sein – und umgekehrt.
Bereich 1
Mensch und Einkommen
Alles, was an der eigenen Gesundheit und Arbeitskraft hängt. Hier sind die Schäden am größten und am schwersten selbst zu tragen – und hier ist der Zeitpunkt des Abschlusses am wichtigsten, weil Gesundheitsprüfung und Eintrittsalter mitentscheiden.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Ersetzt das Einkommen, wenn ich meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Was die Sozialversicherung dann leistet, liegt deutlich unter dem gewohnten Lebensstandard – und ist an Versicherungszeiten geknüpft, die vor allem junge Menschen noch nicht haben.
Zusatzkrankenversicherung
Sechs einzeln kombinierbare Bausteine: stationär, ambulant, Taggeld, Zahn, Vorsorge, Pflege. Kaum jemand braucht alle – und fast nie sind alle beim selben Versicherer am besten aufgehoben.
Unfallversicherung
Der gesetzliche Schutz endet dort, wo die meisten Unfälle passieren: in Freizeit, Sport und Haushalt. Entscheidend sind zwei Punkte in den Bedingungen – der Unfallbegriff und die Schwelle, ab der Vorerkrankungen die Leistung kürzen.
Lebensversicherung
Drei sehr verschiedene Verträge tragen denselben Namen: Ablebensversicherung für Familie und Kredit, Bestattungsvorsorge, fondsgebundener Vermögensaufbau. Sie haben unterschiedliche Aufgaben und gehören selten in einen einzigen Vertrag.
Bereich 2
Wohnen und Eigentum
Der Bereich mit den höchsten Einzelsummen und den meisten stillen Unterdeckungen. Wohnungen werden umgebaut, Häuser erweitert, Wertsachen kommen dazu – die Versicherungssumme bleibt oft stehen, wo sie beim Abschluss war.
Haushaltsversicherung
Schützt den Inhalt der Wohnung gegen Feuer, Wasser, Sturm und Einbruch – und enthält in aller Regel bereits die Privathaftpflicht. Die häufigste Schwachstelle ist eine Versicherungssumme, die zum Haushalt von vor zehn Jahren passt.
Eigenheimversicherung
Versichert das Gebäude selbst, nicht seinen Inhalt. Wichtig sind die Einschlüsse jenseits der Grunddeckung – Elementarschäden, Photovoltaik, Nebengebäude – und eine Summe, die dem heutigen Wiederaufbauwert entspricht.
Haftpflichtversicherung
Das Musterbeispiel für ein seltenes, aber existenzbedrohendes Risiko: Für Personenschäden hafte ich unbegrenzt und mit meinem gesamten Vermögen. Meist über die Haushaltsversicherung mitgedeckt – nur eben nicht immer in ausreichender Höhe.
Bereich 3
Mobilität und Recht
Hier ist der Wettbewerb am größten und der Wechsel am einfachsten. Genau deshalb lohnt sich die regelmäßige Prüfung – und genau deshalb ist der Preisvergleich hier ausnahmsweise ein taugliches Kriterium, solange die Deckung dieselbe bleibt.
KFZ-Versicherung
Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben, alles darüber hinaus ist eine Rechenaufgabe: Teil- oder Vollkasko, Selbstbehalt, Bonus-Malus-Stufe. Der Wechsel ist unkompliziert, sofern die Fristen eingehalten werden.
Rechtsschutzversicherung
Deckt nicht „Recht bekommen“, sondern die Kosten, es zu versuchen. Entscheidend ist, welche Bausteine eingeschlossen sind – Verkehr, Arbeit, Wohnen, Vertragsrecht – und welche Wartezeiten gelten. Nachträglich lässt sich ein laufender Streit nicht mehr versichern.
Fahrradversicherung
Seit E-Bikes vierstellige Beträge kosten, wieder ein Thema. Zu prüfen ist zuerst, was die bestehende Haushaltsversicherung bei Diebstahl außer Haus leistet – oft ist das der günstigere Weg als eine eigene Polizze.
Prioritäten
Womit anfangen, wenn das Budget begrenzt ist?
Die Faustregel ist unbequem, aber belastbar: Kleine, häufige Schäden selbst tragen. Große, seltene abgeben. Die meisten Menschen machen es genau umgekehrt – das Handy ist versichert, die Arbeitskraft nicht.
Drei Fragen, die die Reihenfolge festlegen
Wie wahrscheinlich tritt der Schaden ein? Wie hoch fällt er im schlimmsten Fall aus? Und könnte ich diesen Betrag aus eigener Kraft tragen, ohne dass sich mein Leben ändert?
Lautet die Antwort auf die dritte Frage ja, ist Selbsttragen oft die günstigere Lösung – oder zumindest ein höherer Selbstbehalt. Lautet sie nein, gehört das Risiko abgegeben, unabhängig davon, wie unwahrscheinlich der Eintritt erscheint.
In der Praxis führt das fast immer zur selben Reihenfolge: zuerst Haftpflicht und die Absicherung der Arbeitskraft, dann Wohnen und Gesundheit, zuletzt alles, was Komfort ist. Wo genau die Grenze verläuft, hängt allerdings an der eigenen Situation – und genau das klären wir im Erstgespräch.
Versicherung vergleichen
So läuft der Vergleich ab
Vier Schritte, ohne Verpflichtung. Der erste kostet nichts, der zweite auch nicht.
01
Erstgespräch
Kostenlos und unverbindlich, bei Ihnen oder telefonisch. Bestehende Polizzen sehe ich mir dabei an – manches ist bereits abgedeckt, ohne dass es bewusst ist.
02
Bedarf klären
Welche Risiken sind wirklich relevant, welche Lücken bestehen, was ist doppelt versichert? Am Ende steht eine Reihenfolge, keine Wunschliste.
03
Marktvergleich
Angebote mehrerer Versicherer, gegenübergestellt anhand der Bedingungen, nicht nur der Prämie. Bei Vorerkrankungen kläre ich die Annahme vorab.
04
Betreuung
Nach dem Abschluss bleiben die Polizzen in Betreuung: regelmäßige Prüfung, Anpassung bei Lebensereignissen, Unterstützung im Leistungsfall.
Häufige Fragen
Was ich vorher wissen möchte
Muss ich alle Verträge zu b:sure übertragen?
Nein. Sie entscheiden, welche Verträge ich betreuen soll – auch nur einen einzelnen. Sinnvoll ist der Gesamtüberblick trotzdem, weil sich Deckungen überschneiden: Die Privathaftpflicht steckt meist schon in der Haushaltsversicherung, das Fahrrad oft ebenfalls. Doppelt versichert heißt doppelt bezahlt, nicht doppelt geschützt.
Was kostet mich die Beratung?
Nichts zusätzlich. Als Makler werde ich über die Vermittlungsprovision abgegolten, die ohnehin in jeder Prämie einkalkuliert ist – ob mit oder ohne Beratung. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich, und wenn ein bestehender Vertrag gut ist, sage ich Ihnen das auch.
Kann ich bestehende Verträge einfach wechseln?
Bei Sachversicherungen meist unkompliziert, sofern die Kündigungsfristen eingehalten werden. Bei Personenversicherungen ist Vorsicht geboten: Dort hängen Prämie und Annahme am Eintrittsalter und am Gesundheitszustand, und angesparte Rückstellungen bleiben beim alten Vertrag. Deshalb prüfe ich vor jedem Wechsel, ob der Vorteil den Verlust tatsächlich aufwiegt.
Ich habe ein Unternehmen – gilt das hier auch für mich?
Teilweise. Privat abgeschlossene Verträge bleiben privat, auch wenn Sie selbständig sind. Für alles, was mit dem Betrieb zusammenhängt, gelten andere Regeln – als Unternehmer sind Sie rechtlich kein Konsument, Vertragsbedingungen werden strenger nach dem Wortlaut ausgelegt. Die betrieblichen Sparten führe ich deshalb getrennt.
Weiterführend
Was daneben noch dazu gehört
- Gewerbeversicherungen
- Spezialthemen
- So läuft die Zusammenarbeit
Nächster Schritt
Erst kennenlernen, dann entscheiden
Im Erstgespräch gehen wir Ihre bestehenden Polizzen durch und klären, was fehlt, was doppelt läuft und was Sie sich sparen können. Kostenlos, unverbindlich, in Graz und Graz-Umgebung auch bei Ihnen vor Ort.
